Digital Natives – ganz schön old-school

Als „Digital Native“ wird eine Person bezeichnet, die in der digitalen Welt aufgewachsen ist. (Wikipedia)

Eine aktuelle Studie von Blue Ocean Entertainment AG, Egmont Ehapa Media GmbH, Gruner + Jahr, Panini Verlags GmbH, SPIEGEL-Verlag und ZEIT Verlag der Zielgruppe der 4- bis 13-jährigen Kinder in Deutschland, die im digitalen Zeitalter aufgewachsen sind, bringt interessante Fakten ans Licht.

Print ist tot? Von wegen!

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung, dass Kinder in diesem Alter fast ausschließlich digitale Medien über die verschiedenen Ausgabegeräte benutzen, stellen die Forscher fest, dass 72 % der Kinder jede Woche von Papier lesen. Auch wenn digitale Medien wie YouTube und Facebook gerade bei den 6- bis 13-Jährigen immer mehr Relevanz gewinnen, so lesen doch 61 % der Kinder in dieser Altersgruppe regelmäßig Bücher, Kinderzeitschriften und Comics. Damit hält sich der Konsum von klassischen Printprodukten in etwa die Waage mit dem Nutzen von digitalen Inhalten (66 %).

Bei den 4- bis 5-jährigen Kindern spielen die digitalen Angebote eher eine untergeordnete Rolle, hier steht Fernsehen, gefolgt von Radio und Kinderzeitschriften sowie Comics am höchsten im Kurs. Digitale Inhalte werden von 13 % der Kinder in dieser Altersgruppe regelmäßig benutzt.

Bewegtbild linear oder digital

In einer weiteren Studie zu Digital Natives der Generation Z (14 bis 20 Jahre), tritt ein weiterer interessanter Aspekt in der Mediennutzung zu Tage: Wie es nicht anders zu erwarten war, nutzen in dieser Altersgruppe fast alle Befragten legale, wie auch illegale Streaminganbieter, um Filme oder Serien anzuschauen.

Allerdings nutzen auch 80 % dieser Zielgruppe das klassische Fernsehen regelmäßig, um sich nebenbei berieseln zu lassen und sich zu entspannen. Zudem geht die Generation Z zu 74 % alle 2 bis 3 Monate ins Kino, um eine bessere Bildqualität zu genießen.

Reine „Streamer“ sind in dieser Altersgruppe nur mit 5 % vertreten. Diese verzichten auf lineares Fernsehen und Kino, weil sie der Meinung sind, dass sie über Streaming alle relevanten Inhalte geliefert bekommen, die sie benötigen.

 

Quelle: POINT MÜNCHEN