Crossmediales Corporate Publishing als Chance begreifen

Es gibt viele Formen von Kommunikation, bei der das Unternehmen und seine handelnden Personen im Mittelpunkt stehen. Angefangen von Imagewerbung, über Personality-PR, bis hin zu digitalen und analogen Print-Kundenmagazinen. Gerade in den letzten Jahren hat sich in diesem Bereich durch die Digitalisierung und die starke Verlagerung von Inhalten in die unterschiedlichsten Kanäle des Internets, unglaublich viel getan. Das hat, wenn man an zielgerichtete Ansprache der unterschiedlichsten Zielgruppen ohne erhebliche Streuverluste denkt, seine Vorteile. Allerdings befindet man sich heute als Entscheider in diesem Bereich aber auch in einem fast unübersehbaren Dschungel von Möglichkeiten.

Auf die richtige Strategie kommt es an

Der erste Punkt auf der Agenda zur Entscheidungsfindung pro oder contra Corporate Publishing sollte eine solide und nachhaltige Strategie sein. Wo soll es hingehen mit dieser Form der Kommunikation? Welche Ziele wollen Sie erreichen? Geht es um die Steigerung der Bekanntheit Ihres Unternehmens, wollen Sie dadurch an Reichweite gewinnen, die Markenbindung Ihrer Zielgruppen stärken oder sich eventuell in Ihrem Marktsegment als Meinungsführer positionieren? Ein sehr wesentlicher Punkt dieser Strategie muss auch sein, wie Sie mit Corporate Publishing Ihre klassischen Kampagnen unterstützen, beziehungsweise vertikal weiterführen können. Corporate Publishing ist zwar als einzelne Disziplin zu begreifen, kann aber am Ende des Tages nur Sinn machen, wenn es mit allen anderen Kommunikationsmaßnahmen (z.B. auch der internen Kommunikation) konsequent synchronisiert wird. Und zum Schluss sollten Sie sich natürlich überlegen, welches Budget und welche Manpower Ihnen zur Verfügung steht, um solch ein Projekt auch nachhaltig aufzugleisen, denn nur dann kann Corporate Publishing wirklich funktionieren.

Auf die Inhalte kommt es an

Nach der Erarbeitung einer soliden Struktur und der Definition der Ziele kommt der nächste, ganz wesentliche Punkt: was wollen Sie Ihren Zielgruppen mitteilen, welchen Content wollen Sie über die unterschiedlichen Corporate Publishing-Kanäle streuen, denn vergessen Sie nicht: Content is king!

Und bitte keine Nabelschau! Liefern Sie Inhalte, die Ihrer Zielgruppe wirklich einen Mehrwert bieten. Die Ihnen helfen, den Markt, in dem Sie sich bewegen besser verstehen und einordnen zu können. Geben Sie Tipps, die sich nicht ausschließlich auf Ihre Produkte oder Dienstleistungen beziehen, sondern bieten Sie Ihrer Zielgruppe „neutrale“ Orientierungspunkte in dieser so schnell drehenden Zeit an. Inspirieren Sie Ihre Zielgruppen und regen Sie zum Nachdenken an.

Aber eines ist hier sehr wichtig: bleiben Sie authentisch und schreiben Sie über das, wovon Sie wirklich eine Ahnung haben, versuchen Sie nicht in Bereiche vorzudringen, in denen man Ihnen keinerlei Kompetenz zutraut. Sollten Sie Ihren und natürlich auch den Horizont Ihrer Leser trotzdem erweitern wollen, dann muss hier natürlich nicht Schluss sein, denn Kooperationen mit Fachverlagen bieten durchaus die Möglichkeit, das Themenspektrum glaubwürdig zu erweitern.

Auf die Darreichungsform kommt es an

Ein schön gemachtes, auf Papier gedrucktes, Kundenmagazin ist aufgrund seiner Haptik und Anmutung ein klares Statement. Allerdings eines, dass wohl eher bei den älteren Zielgruppen Anklang finden wird. Sollten Sie aufgrund Ihrer Strategie auch die jüngeren Zielgruppen als Fokus ausgemacht haben, dann werden Sie sich auf digitales Feld begeben müssen. Denn es geht darum, dass es Ihr Inhalt erstmal vom Briefkasten aufs Sofa schaffen muss. Es wäre ja schade darum, wenn die hohen Druck- und Logistikkosten nur im Papierkorb verpuffen würden. Die jungen Zielgruppen nutzen ihre Smartphones, Tablets oder Laptops, um an Informationen zu kommen, sie schätzen interaktive Elemente, bewegtes Bild und weiterführende Links, die es ihnen ermöglichen, die Inhalte zu vertiefen.

Nutzen Sie diese Möglichkeiten, um auch im Sinne einer vernetzten Kommunikation Interessierten, den Kosmos Ihres Unternehmens näher zu bringen und auf kurzweilige Art erschließen zu können.

Kommunikative Diversifikation mit crossmedialem Ansatz

Nicht jeder Inhalt passt in jeden Kanal. Nachdem Sie sich dazu entschieden haben, welche Inhalte Sie über den Print-, beziehungsweise digitalen Bereich distribuieren wollen, sollten Sie jetzt nicht haltmachen und einzelne Fragmente Ihrer Kommunikation nun auch über soziale Netzwerke streuen. Natürlich immer in der Form, die für die jeweilige Plattform geeignet ist. Dazu müssen Sie begreifen, wen Sie wo antreffen und wie Ihre direkte (und jetzt kommt das Besondere:) Ansprache dort ankommt, denn diese Kommunikation ist bilateral. Soziale Plattformen sind keine kommunikativen Einbahnstraßen, sondern offene Kanäle, in denen auch etwas zurückkommt. Nutzen Sie diese Chance und treten in einen ernstgemeinten Dialog. Wenn Sie sich davor scheuen, oder nicht das Budget und die Manpower dazu haben, zeitnah auf den Rückfluss Ihrer Kommunikation antworten zu können, dann belassen Sie es lieber beim „klassischen“ Instrumentarium.

Werbung und Tracking

Nutzen Sie alle Ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und bewerben Ihr Corporate Publishing-Angebot. Ihre eigene Website, ein Newsletter, Sponsoringaktivitäten, Veranstaltungen oder Ihre bereits bestehende Präsenz in den sozialen Netzwerken eignen sich hervorragend, um Ihr Magazin und Ihre Inhalte zu bewerben. Es ist auch ein durchaus probates Mittel, das ein oder andere Gewinnspiel im Magazin einzustreuen, um neue Leser zu gewinnen.

Verfolgen Sie das Leseverhalten Ihrer Kunden. Was mit einem klassischen Printmagazin ohne Frage schwierig ist, können Sie über die digitalen Kanäle ganz hervorragend steuern. Es gibt zahllose Analysetools, mit denen Sie sich einen sehr guten Überblick darüber verschaffen können, was ankommt und was nicht. Lernen Sie daraus und passen Ihr kommunikatives Angebot kontinuierlich an. Gehen Sie mit der Zeit und mit den Trends, die Ihre Zielgruppe beschäftigen und liefern Sie genau das, was heute den Mehrwert erzeugt, den Ihre Leser von Ihnen erwarten.

Quelle: POINT MÜNCHEN