15 Trends für 2018

Marketing wird nächstes Jahr analytischer und sich stärker auf Digital Marketing im Zusammenhang mit semantischer Suche, Sprachsteuerung und Social Media fokussieren.

Dieses Jahr konnten wir die Einführung neuer Technologien wie Google Home und dem iPhone X erleben. Online, bzw. digitale Werbung hat in großen Schritten zu klassischen Werbeformen aufgeschlossen, ja sie teilweise überholt. Große Marken wie Amazon haben uns gezeigt, wie konsequent sie auf das Thema Innovation im Marketing und Customer Service gesetzt und damit weitere Marktanteile gewonnen haben. Jetzt, wo 2018 vor der Tür steht, zeigen wir Ihnen die Marketing Trends, die unter Umständen einen signifikanten Einfluss auf Ihre Marketing-Strategien haben werden.

1. AI (Artifical Intelligence) tools übernehmen die Website-Kommunikation

Dank Instrumenten wie zum Beispiel Intercom und Drift können die Unternehmen zukünftig AI-gesteuerte Tools nutzen, um eine effizientere Kommunikation mit ihren Kunden zu führen. Nachdem diese Systeme immer ausgefeilter und zuverlässiger funktionieren, werden deutlich mehr Unternehmen auf diese Lösungen umschwenken, um ihren Kunden und Website-Besuchern einen besseren Service anzubieten.

2. Die Personalisierung erreicht das nächste Level

Ein Grundsatz von Account-Based-Marketings (ABM) ist es, dass man Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen und die unterschiedlichen Kommunikationskanäle jeweils zugeschnitten anbieten muss. Je mehr diese Prinzipien des ABM in den Massenmarkt kommen, desto stärker müssen die Unternehmen von einer one-to-many Kommunikation auf personalisierte Inhalte umschwenken, um dem Wettbewerb standzuhalten. Funktionable Systeme, wie zum Beispiel von Adobe, ermöglichen es den Marketers heute schon auf sehr effektive Weise, ihren Kunden genau die Produktvorschläge zu liefern, die ihren Nerv treffen.

3. Daten-basiertes Marketing wird immer wichtiger

Der Aufstieg des daten-basierten-Marketings (DBM) ist unaufhaltsam. Selbst große Consumer-Unternehmen, die bis vor Kurzem ausschließlich mit Marketing „soft-skills“ gearbeitet haben, schwenken in immer größerer Zahl auf DBM um. Gute Beispiele dafür sind Tech-Unternehmen, bei denen schon seit jeher die Datenspezialisten Hand in Hand mit den Marketingabteilungen gearbeitet haben. Konsequentes DBM ist einer der Wachstumstreiber für 2018.

4. Die Marketingabteilungen fangen an, Augmented-Reality (AR) Inhalte zu entwickeln

Mit dem Erscheinen des iPhone 8/Plus und X hat Apple klargemacht, dass man in Zukunft auf AR setzen wird. Je stärker sich diese Geräte im Markt durchsetzen werden, desto mehr müssen auch die Marketers relevante Inhalte für AR-Anwendungen entwickeln und anbieten.

5. Werbung im Auto wird ein neuer Marketing-Kanal

Selbstfahrende Autos tauchen am Horizont auf. Die Waymo-Flotte (früher Google) hat mittlerweile knappe 5 Millionen selbstgefahrene und ungefähr 1,6 Milliarden simulierte Kilometer absolviert. Uber hat gerade 24.000 Volvo SUVs bestellt, um den Markt für autonom fahrende Autos nicht zu verpassen. Die Tesla Modelle 3, S und X, der neue Audi A8 sowie die neue S-Klasse von Mercedes haben mittlerweile Systeme an Bord, die autonomes Fahren bis zu einem gewissen Punkt möglich machen.
Was passiert, wenn sich die Fahrer nicht mehr auf die Straße konzentrieren müssen? Sie werden in der neu gewonnenen Zeit Inhalte konsumieren. Das wird der Startpunkt für Werbung im Auto sein und 2018 wird man erste Versuche sehen, dieses Thema adäquat umzusetzen.

6. Unternehmen beginnen, Inhalte für sprachgestützte Suche zu entwickeln.

Letztes Jahr wurden in den USA 20 % aller Online-Suchen durch Sprachkommandos ausgelöst. Durch die immer stärkere Verbreitung von Alexa und Sprachassistenten wie Siri wird erwartet, dass sich dieser Prozentsatz bis 2020 auf 50% erhöht. Da viele Unternehmen sowieso schon an der Optimierung von Inhalten für das Web 2.0 und Mobile-Anwendungen arbeiten, liegt es auf der Hand, dass das auch für die sprachgestützte Suche gelten sollte.
Da die Suche über Sprachkommandos grundsätzlich einfacher und schneller als Tippen ist, müssen hier längere Suchanfragen verarbeitet werden, als das bei den vergleichsweise kurzen Tipp-Befehlen der Fall ist.

7. Der Schutz der Privatsphäre und der persönlichen Daten wird immer wichtiger

Im Jahr 2017 gab es jede Menge Datenlecks und Angriffe von Hackern. Die betroffenen Unternehmen mussten danach meist kleinlaut zugeben, dass diese Übergriffe mit einer mangelnden Sicherheitsstruktur zusammenhängen. In der EU wurde im Jahr 2017 das GDPR-Gesetz auf den Weg gebracht, das die Unternehmen dazu verpflichtet, die Datensicherheit und Privatsphäre der Verbraucher als oberste Priorität zu behandeln. In den folgenden Jahren wird es deshalb immer wichtiger, den Kunden optimal zu schützen. Denn mit zunehmenden Wissen um dieses äußerst relevante Thema werden die Kunden sich nur noch für Unternehmen entscheiden, bei denen sie das Gefühl haben, dass ihre Daten sicher sind.

8. Instagram wird relevanter als Facebook

Instagram wächst in riesen Schritten. 2017 hat Instagram veröffentlicht, dass ungefähr 800 Millionen Menschen die Plattform jeden Monat nutzen. Der letzte Service, den Instagram vor ungefähr einem Jahr eingeführt hat – Instagram Stories – ist in dieser Zeit populärer geworden als Snapchat.
Da Marken auf Instagram ein besseres Engagement der Zielgruppen sehen als bei jeder anderen Social-Media-Plattform, ist Instagram aufgrund von ausgeklügelten Instrumenten zur Werbekontrolle in der Lage, der führende Kanal für Marken zu werden, die sich für Social-Media-Marketing interessieren.

9. Führende Marken setzen stärker auf Live-Events

Ungefähr zwei Drittel der Marketingverantwortlichen sind der Meinung, dass sie im kommenden Jahr verstärkt auf Live Events setzen sollten. Das hat sicher damit zu tun, dass gerade aufgrund der digitalen Kommunikation Live-Events eine ganz wesentliche Ergänzung sind, um Marken anfassbarer zu machen und emotional aufzuladen. Es kommt nicht von ungefähr, dass sogar große Tech-Marken, wie Google oder Airbnb jährliche Veranstaltungen durchführen, wo sie bestehende und potenzielle Kunden, wie auch Pressevertreter zusammenbringen.

10. B2B-Kommunikation mit Multichannel-Reichweiten-Kampagnen im kalten Markt

Die durchschnittliche E-Mail-Antwortquote ist niedrig und wird weiterhin sinken, da E-Mail-Anwendungen beim Herausfiltern von Junk-E-Mails immer besser werden. In diesem Zusammenhang werden 2018 integrierte Marketingkampagnen entwickelt, die eine Kombination aus E-Mail, digitalen Anzeigen und weiteren Kanälen verwenden, um Interessenten auf effektive Weise anzusprechen. Diverse Softwarelösungen ermöglichen es mittlerweile, Textnachrichten zusätzlich zu E-Mails senden. Dadurch können dann hochqualifizierte Interessenten mit benutzerdefinierten Zielgruppenanzeigen über Plattformen wie Facebook und Google AdWords weiter an die Angebote herangeführt werden.

11. Twitter stirbt einen einsamen Tod

Twitter konnte 2017 keine neuen Nutzer dazugewinnen. Die Plattform konzentrierte sich zwar auf die Nutzerakquise, hat dabei aber die Verbesserung ihrer Anzeigenplattform sträflich vernachlässigt. Das hat dazu geführt, dass viele Marketingverantwortliche bereits andere Social-Media-Plattformen nutzen, um ihre potenziellen Kunden zu adressieren. Dieser Trend wird sich 2018 fortsetzen, da Twitter bisher keine Konsequenzen aus dieser Entwicklung gezogen hat.

12. LinkedIn feiert Comeback

Während Twitter schwächelt, hat LinkedIn eine Reihe von großen Verbesserungen an seiner Plattform vorgenommen. Dazu gehörten die globale Überarbeitung der Benutzeroberfläche und die Verbesserung der LinkedIn-Anzeigenplattform. Dank dieser und anderer Änderungen rückt für viele Marketingverantwortliche LinkedIn im kommenden Jahr wieder in den Fokus.

13. VR oder AR

Vor ein paar Jahren wurde Virtual Reality (VR) als das nächste große Ding gehandelt. Während VR in der Videospiel-Community nach wie vor beliebt ist, ist es im Mainstream bis heute nicht angekommen. Statt VR soll Augmented Reality (AR) im nächsten Jahr die großen Wellen schlagen. Und sollten die Gerüchte stimmen, dass Apple mit seiner AR-Brille auf den Markt kommt, wird das dem AR-Thema einen deutlichen Schub geben.

14. Verbraucher erwarten mehr von Unternehmen

Durch die Bündelung von Dienstleistungen werden die Verbraucher an die Unternehmen, quer durch alle Marktsegmente, höhere Erwartungen haben. Sprachassistenten, Lieferung am selben Tag und On-Demand-Inhalte versetzen sowohl die B2C- als auch die B2B-Verantwortlichen in die Bringschuld, innovative Wege zu finden, um Interessenten und Kunden mit nahezu vollumfassenden Service nachhaltig an das Unternehmen und die Marke zu binden.

15. Influencer-Marketing bleibt eine nützliche Strategie

Fast 95 Prozent der Marketingverantwortlichen, die eine Influencer-Marketing-Strategie nutzen, glauben, dass diese effektiv ist. Unternehmen, die über Social Media mit ihren potenziellen Zielgruppen kommunizieren, setzen auch weiterhin auf Influencer-Marketing. Influencer erzeugen glaubwürdigere Inhalte, die in vielen Fällen eher organisch erscheinen, denn Verbraucher, vor allem jüngere, bevorzugen Inhalte, die sich weniger „inszeniert“ und deshalb „natürlicher“ anfühlen.

Fazit

2018 wird nicht unbedingt das Jahr der großen Überraschungen in Bezug auf Marketing-Entwicklungen. Auch wenn sich einige dieser Prognosen nicht erfüllen, werden doch viele der hier beschriebenen Trends wahrscheinlich eintreten.

Basierend auf aktuellen Entwicklungen wird das Marketing analytischer werden und sich mehr auf die digitalen Potenziale und Möglichkeiten fokussieren. Darüber hinaus werden neue Content-Formate wie Augmented Reality und In-Car-Anzeigen das Licht der Welt erblicken.

Quelle: POINT MÜNCHEN